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Wie die Würfel unter's Volk kamen oder The Power of Social Media

Februar 2015

Heute habe ich mal einen etwas anderen Beitrag für diese Rubrik. Eine Geschichte, die mich nach wie vor staunen lässt und begeistert.

Vor drei Wochen habe ich für meine Familie einen wunderschönen Holzwürfel bestellt, weil ich mir überlegt hatte, dass ich unsere gemeinsamen Mahlzeiten gerne stärker dafür nutzen würde, Rituale der Verbundenheit in unseren Alltag und unser Familienleben einzubringen. Man verbringt viel Zeit beim gemeinsamen Essen und in dieser Zeit liegt meiner Meinung nach viel Potenzial für die Entwicklung der gesamten Familie. Da unsere Kinder (wie wahrscheinlich die meisten Kinder) meist recht einsilbig erzählen, wenn wir sie nach ihrem Tag und ihren Erfahrungen fragen, habe ich mir überlegt, wie man mehr Spaß in diesen Prozess bringen und dadurch mehr gegenseitigen Austausch ermöglichen könnte. So wurde die Idee des Würfels geboren. Ein Würfel macht Spaß, ist spielerisch, es wird nicht von Elternseite gefragt und von Kinderseite geantwortet, sondern alle beteiligen sich gleichberechtigt und "auf Augenhöhe" an dem Fragen und Antworten.

Also setzte ich mich hin und überlegte mir sechs Fragen. Das war gar nicht so einfach, denn ich wollte einerseits den Fokus auf das Positive lenken, andererseits den Kindern aber auch die Möglichkeit geben, über schwierige und herausfordernde Erfahrungen zu sprechen, um auch gemeinsam Problemlösung zu üben. Außerdem war es mir wichtig, eine Lernhaltung in uns allen zu fördern und eine Einstellung des Dienstes und der Unterstützung anderer Menschen zu vermitteln, da dies - wie ich aus der psychologischen Forschung weiß - der nachhaltigste Weg zum Glücklichsein ist. Schließlich musste auch noch das Thema Dankbarkeit integriert werden, da dies die beste Depressionsprävention ist und Menschen, die geübt haben, dankbar zu sein, viel erfolgreicher und zufriedener durchs Leben gehen. So hatte ich dann also die Fragen beisammen, nun ging ich daran einen Produzenten zu finden, der den Würfel herstellen konnte und wurde auch schnell fündig.

Nur zwei Tage später hatte ich den Würfel in der Hand und war begeistert!! In meiner Begeisterung postete ich ihn auf Facebook, um meine Freude mit meinen Freunden und anderen Müttern in einem Mütterforum zu teilen. Was dann geschah, ist für mich immer noch wie ein Schock. Innerhalb weniger Stunden hatte ich über 100 Anfragen, wo man einen solchen Würfel bestellen könnte und Bitten, ob ich die Würfel nicht verkaufen könnte. Das war eigentlich nie meine Intention gewesen, aber durch diese begeisterten Reaktionen wurde mir bewusst, dass es offensichtlich vielen Familien so geht wie uns und dass dieser Würfel anscheinend eine echte "Marktlücke" ist. Also machte ich mich auf die Suche nach einem Produzenten, der bereit und in der Lage wäre, die Produktion und den Versand der Würfel zu übernehmen. Nachdem ich mit mehreren Produzenten in Kontakt getreten war, landete ich doch wieder bei dem, der ursprünglich meinen Würfel hergestellt hatte und es entwickelte sich eine ausgesprochen gute und fruchtbare Zusammenarbeit. Innerhalb von weniger als zwei Wochen hatten wir alles ausgearbeitet und die ersten Würfel konnten an die Kunden verschickt werden. Und seit heute kann man den Würfel nun auch über meine Website bestellen! :-)

P.S. Über die Initiative einer der Mütter, die den Kontakt mit einem Produzenten in den USA herstellte, wird es die Würfel in einer etwas anderen, auch sehr spannenden, Variante demnächst auch in Nordamerika geben. Sie werden dort von www.special-ideas.com vertrieben und voraussichtlich ab Ende März verfügbar sein.