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Und welche Liebessprache sprechen Sie?

Oktober 2013

Kennen Sie das Gefühl, aneinander vorbei zu lieben? Haben Sie schonmal erlebt, dass Sie sich immer wieder anstrengen und Ihr Partner Ihnen dennoch vorwirft, ihn nicht genug zu lieben? Oder umgekehrt, dass Ihr Partner Ihnen beteuert, dass er Sie liebt, Sie aber diese Liebe nicht spüren können? Vielleicht liegt es ja daran, dass Sie unterschiedliche Liebessprachen sprechen, dass Sie Ihre Liebe in einer Art und Weise ausdrücken, die Ihre Partnerin nicht versteht und sie mit Ihnen in einer Sprache spricht, für die Ihnen das Verständnis fehlt.

Laut Gary Chapman ("Die fünf Sprachen der Liebe") spricht jeder Mensch eine eigene Muttersprache der Liebe. Um sich zu verstehen und die Liebe des Partners spüren zu können, ist es wichtig, seine Liebessprache sprechen zu können. Die fünf Sprachen der Liebe sind:

1.   Lob und Anerkennung

Diese Sprache äußert sich im Gebrauch Mut machender Worte, Komplimente und Lob, sowohl alleine als auch in Gegenwart anderer oder gegenüber Dritten. Durch Ermutigung, freundliche, höfliche Worte und das Aussprechen der magischen drei Worte "Ich liebe Dich!" fühlt sich ein Mensch mit dieser Muttersprache besonders geliebt.

2.   Zweisamkeit

Bei der Zeit für Zweisamkeit ist es besonders wichtig, dem Partner ungeteilte Aufmerksamkeit zukommen zu lassen – ohne dabei Zeitung zu lesen, fernzusehen oder mit dem Handy zu spielen. Dies kann sich ausdrücken, indem man einander aufmerksam zuhört oder etwas gemeinsam erlebt, das beiden viel bedeutet.

3.   Geschenke

Ein Geschenk ist ein Symbol dafür, dass wir an den anderen denken. Wenn Geschenke Ihre Liebessprache sind, fühlen Sie sich am meisten geliebt, wenn Sie von anderen Menschen sichtbare Liebesbeweise in Form von Geschenken bekommen. Es spielt dabei keine Rolle, ob das Geschenk Geld gekostet hat, auch die persönliche Gegenwart kann ein Geschenk sein, besonders in Zeiten der Krise.

4.   Hilfsbereitschaft

Zur Sprache der Hilfsbereitschaft zählen alle Gefälligkeiten und Dienste, die man aus Liebe tut, z.B. kochen, Tisch decken, abwaschen, saugen, Windeln wechseln, Schlafzimmer renovieren, Bücher entstauben, Auto waschen, Rasen mähen oder den Hund Gassi führen. Um diese Sprache zu lernen, ist es evtl. notwendig, klischeehafte Vorstellungen von den Rollen von Mann und Frau zu überdenken.

5.   Körperkontakt/Zärtlichkeit

Für den Menschen, der die Liebessprache der Zärtlichkeit spricht, ist die Berührung das Hauptmittel zum Ausdrücken der Liebe. Hierzu zählt das Berühren der Hände, Küssen, Umarmen und der Geschlechtsverkehr. Bei Leid und Schmerz sind Zärtlichkeit und Körperkontakt (z.B. Trost spendende Umarmung) meist besonders wichtig.

Um die eigene Muttersprache der Liebe zu lernen, kann es hilfreich sein, sich die folgenden Fragen zu stellen:

  1. Wodurch wird Ihnen am deutlichsten bewusst, dass Ihr Partner Sie liebt?
  2. Wonach sehnen Sie sich am meisten?
  3. Was kränkt Sie ganz besonders am Verhalten Ihres Partners? Das Gegenteil davon ist wahrscheinlich Ihre persönliche Liebessprache.
  4. Worum bitten Sie Ihren Partner besonders häufig? Das, was Sie am häufigsten erbitten, ist für Sie wahrscheinlich auch der unmissverständlichste Liebesbeweis.
  5. Auf welche Weise bekunden Sie dem Partner Ihre Liebe? Die Ausdrucksmittel, die Sie benutzen, würden wahrscheinlich auch Ihnen die Botschaft vermitteln, dass Sie sich geliebt fühlen können.

Wenn wir verstanden haben, was unsere eigene und was die Liebessprache unseres Partners ist, können wir anfangen, diese zu lernen und zu einem wirklichen Experten in seiner Muttersprache zu werden. Lassen Sie sich überraschen, wie das "Vokabellernen" Ihre Beziehung erneuern wird!